Gehört ein Rausch dazu?. Werner Müllner über besoffene Jugendliche.

Von Nina Sorger. Erstellt am 10. Januar 2018 (04:06)

Ein Rausch gehört dazu. So heißt es zumindest im Volksmund. Ob dieser immer recht hat, sei dahingestellt. Dass zu Silvester Alkohol konsumiert wird, ist kein Geheimnis. Alkohol wird von der Gesellschaft akzeptiert und genossen.

Am Silvesterabend haben hunderte Menschen in der Region Alkohol genossen, einige haben aber so viel „genossen“, dass sie im Spital landeten. Die Anzahl der eingelieferten Jugendlichen ist derart hoch, dass der Primar der Jugendabteilung meint: „Wir können uns nicht erinnern, dass es so gravierende Fälle wie an diesem Silvester gegeben hat.“

Nein, nicht die Veranstalter der Party in der Orangerie sind an diesen Exzessen schuld. Es ist wohl das System. Es wird „vorgeglüht“, notfalls mit Selbstgebrannten aus Opas Keller, Alk gibt es in jedem Supermarkt und jeder Tankstelle. Und auch wenn Ausweise verlangt werden, weiß keiner, ob diese nicht aus Übermut manipuliert worden sind.

Mut müssten auch die Veranstalter und Gastronomen haben, stark Angetrunkenen keinen Alkohol mehr zu verkaufen. Dann ist zwar weniger in der Kassa, aber vielleicht auch einer weniger auf der Intensivstation los.