Genau schauen lohnt sich. Über Bilanzen als demokratisches Werkzeug.

Von Markus Kaiser. Erstellt am 23. Juli 2020 (05:45)

Dass der Teufel in den Details einer Geschäftsbilanz steckt, bekommen die Kunden der Commerzialbank gerade zu spüren. Umso wichtiger sind daher Transparenzberichte wie der der Stadt Eisenstadt. Die deutsche NGO Transparency International überwacht die Regelkonformität der Angaben. Das ist wichtig, da kein langer Arm burgenländischer Lokalpolitiker bis nach Berlin reicht. Der Bericht wird daher auch zurecht von der Opposition gelobt.

Nun sind die Eisenstädter an der Reihe: Die Stadt hat alle Zahlungen mustergültig aufgelistet, jetzt müssen diese die nur noch von den Steuerzahlern lesen.

Sind die 380.000 Euro gerecht oder hätte lieber die Kultur mehr als die 263.000 Euro bekommen sollen? Finden Sie das Verhältnis gerecht, dass der gemeinnützige Sektor mit 22.000 Euro, die Wirtschaft aber mit 274.000 Euro unterstützt wird?

Das Schöne an der Lokalpolitik ist ihre Volksnähe: Es gibt kaum ein Fest oder einen Verein ohne Gemeinderat oder Bürgermeister. Sprechen Sie diese doch einmal an! Vom Reden kommen die Leute zusammen, die Politik hat mehr Infos und kann besser arbeiten.