Großes Unrecht gegen die Kleinen. Über die Schließung von Hansag.food.

Von Markus Kaiser. Erstellt am 22. Juli 2021 (02:47)

Wir Burgenländer sind mit unseren kleinen Strukturen doch immer ganz gut gefahren. Ja, wir sind nicht die Reichsten, aber schlecht geht‘s uns auch nicht.
Deswegen ist es so unverständlich, dass bei Gesetzen anscheinend immer nur auf die Großen geschaut wird. Dieses Bauern-, Konsumenten- und Klima-feindliche Duopol Spar/Rewe bekommt von Land und Gemeinden alles gewidmet, was sie wollen. Der Bund kommt ihnen steuerlich entgegen, wo es nur geht.

Aber die Kleinen, die werden so lange drangsaliert, bis die meisten den Hut draufhauen. Und wer doch noch durchgehalten hat, wie die Kollas, bekommt statt einem Orden die – verständliche – Frage gestellt, warum sie sich das überhaupt so lange angetan haben. Hansag.food, ein mustergültiges burgenländisches Start-up muss wegen Kleinigkeiten, die keinem weh tun, schließen (alle Details: Seite 30). Wer davon profitiert, ist klar. Die gesundheitsbewussten Kunden sind es schon mal nicht.

Aber irgendwann, da wird es den Kleinen einmal reichen — und wenn die sich zusammenschließen, sind sie auch groß.