Großstadtgefühl für Eisenstadt. Nina Sorger über die neue Dachmarke der Stadtgemeinde.

Von Nina Sorger. Erstellt am 16. Januar 2019 (05:23)

Eisenstadt ist mit nicht einmal 15.000 Einwohnern ein besonderer Fall unter den Landeshauptstädten. Geht man zehn Minuten in eine Richtung, steht man in der Innenstadt, geht man in die andere Richtung, findet man sich in einem Einkaufszentrum wieder, und wieder zehn Minuten später könnte man mitten im Feld stehen. Von seinen Einwohnern wird Eisenstadt liebevoll-herablassend das „Landeshauptdorf“ genannt. Davon will man sich in der Stadt nun distanzieren.

Mit der Dachmarke „Eisenstadt. Die kleinste Großstadt der Welt“ – über die Agentur von Mario Strasser in Workshops mit Meinungsführern, Stadtmitarbeitern und Bürgern erarbeitet – soll sich Eisenstadt von dem „Dorf“, das eigentlich nie Landeshauptstadt werden sollte, zu einem urbanen Hotspot emanzipieren. Und wenn man sich den ungebrochenen Zuzug von Menschen ansieht, die hierher kommen, weil sich hier ländliche Ruhe mit städtischer Infrastruktur verbindet, dann scheint dieses Konzept aufzugehen. Jetzt gilt es, dass dieses „Lebensgefühl“ auch möglichst viele Eisenstädter inhalieren und zu Botschaftern der Stadt werden.