Guter Anlass für eine Ausnahme

Über das Flutlicht-Thema, welches für Landesliga-Klubs 2022/23 verpflichtend wird.

Erstellt am 28. Februar 2021 | 01:33

Wenn an einem Freitagabend im Frühsommer die Flutlichter angehen, wird jedem Fußballfan warm ums Herz. Es riecht nach frisch gemähter Wiese, das Bier schmeckt besser und das Fußballerische – der Geist mag trügen – wirkt gleich packender. Was heute wie ein Relikt erscheint, Corona sei nicht Dank, kehrt irgendwann zurück. Für die Burgenlandliga-Vereine der Saison 2022/23 sind Lichter dann verpflichtend (mehr dazu auf Seite 72/73).

Man wolle seitens des Verbandes flexibler auf gewisse Situationen reagieren, Nachträge unter der Woche spielen und etwaigem Zeitdruck entgehen. Diesen Antrag beschloss der BFV-Vorstand unlängst in seiner Sitzung. 14 der aktuell 15 Vereine in der höchsten Amateurklasse des Landes tangiert das wenig. Einzig der ASK Horitschon, ein Inventar der Liga, müsste nachjustieren. Sofern die Mittelburgenländer überhaupt wollen, denn obwohl man sportlich mithält, könnte es wegen fehlender Lichter scheitern.

Dieser „Zwang“ soll im kommenden Jahr sofort strikt und ohne Ausnahme gehandhabt werden. Trotz der in Aussicht gestellten Förderungen für betroffene Vereine ist das ein zumindest diskussionswürdiges Zeichen. Infrastruktur mag wichtig, aber eben nicht alles sein. Das Vorhaben noch weiter nach hinten zu verschieben, wäre gerade in der aktuellen Pandemie eine guter Anlass gewesen, um eine Ausnahme zu machen und Zeit zu geben.