Häuser als Anker der Geschichte. Über die burgenländische Identität.

Von Markus Wagentristl. Erstellt am 18. September 2019 (04:44)

Wer schon mal längere Zeit außerhalb vom Burgenland verbracht hat weiß: Wir sind schon anders als die anderen Österreicher.

Die pannonische Architektur unterstreicht dieses Anders-Sein: Sie erinnert uns daran, dass wir Burgenländer nie reiche Bauern waren, wie die Salzburger, nie Industrie hatten, wie die Niederösterreicher. Aber wir haben hart am Feld und am Bau gearbeitet, immer zusammengehalten und so diese tolle Entwicklung hingelegt.

Die alten Streckhöfe oder eben Lagerhäuser wie das in Eisenstadt haben aber ein schweres Schicksal: Sie sind extrem teuer und mühevoll in der Erhaltung.

Politik und Bauherren müssen sich zwei Fragen stellen (und bald beantworten): Wie erhalten wir, was erhalten werden und kann? Und: Wie soll pannonisches Wohnen in Zukunft aussehen? Die austauschbaren Würfelhäuser, die die Vororte der Städte besiedeln können nicht die Lösung sein.

Sicherlich zu den Lösungen gehören wird begrünte Dächer und Fassaden, viele Bäume und Grünflächen sowie Photovoltaik. Wir leben in der schönsten Natur, diese sollte sich auch in unseren Häusern wiederspiegeln.