Hallenbad muss sich neu erfinden. Über die Pläne für den Ausbau des Eisenstädter Hallenbads.

Von Peter Wagentristl. Erstellt am 05. August 2021 (03:41)

Das Burgenland war zwar im Schwimmen bei Olympia vertreten — im Burgenland steht aber kein einziges wettkampftaugliches Becken. Im Nordburgenland gibt es aktuell sogar überhaupt kein Hallenbad: Neusiedl musste das Bad schließen, im Eisenstädter Hallenbad im Allsportzentrum stehen Sanierungsarbeiten an.

Die Pläne für den Zubau (siehe Seite 54) scheinen daher nachvollziehbar. Auch, weil die beiden Eisenstädter Schwimmvereine für hohe Auslastung sorgen. Da kam es schon einmal vor, dass man sich am Beckenrand fast auf die Zehen stieg — trotz überschaubarem Angebot im Hallenbad.

Das geplante, wettkampftaugliche 50-Meter-Becken würde jedenfalls das aktuelle Problem mit der Balance von Hobby- und Vereinsschwimmern lösen. Beide Vereine freuen sich über das neue Becken, die Badegäste über mehr Platz und Ruhe. Eine Win-win-Situation — potenziell.

Schlägt sich der Zubau zu sehr auf die Eintrittspreise nieder, würde das wohl einige eingesessene Badegäste vergraulen. Das Hallenbad muss sich jedenfalls neu erfinden. Die Konkurrenz sollten dabei wohl weniger die (teuren) heimischen Thermen sein, als die Couch vor dem Fernseher.