Hausverstand statt Gutachten. Nina Sorger über die neue Schrankenanlage bei der Krankenkasse.

Von Nina Sorger. Erstellt am 21. November 2018 (05:33)

Der Bahnübergang in der Siegfried-Marcus-Straße, die die Krankenkasse mit dem Haidäckerpark verbindet, bekommt dieser Tage eine Schrankenanlage. Endlich. Denn dieser Bahnübergang war immer wieder Schauplatz schlimmer Unfälle mit Zügen. Zuletzt kollidierte hier 2014 ein Autofahrer mit einem Zug und starb dabei. Die Stimmen, die eine Schrankenanlage für den Bahnübergang forderten, kamen aus allen politischen Lagern. Ein Gutachten der ÖBB erachtete einen Schranken hier allerdings nicht für nötig. Zugegeben: Auf dieser kleinen Bahnstrecke nach Wulkaprodersdorf ist der Zugverkehr überschaubar. Der Verkehr ist allerdings in den vergangenen Jahren angestiegen. Die Fachmarktzentren, die hier entstanden, machten in Kombination mit der neu angesiedelten Krankenkasse den ehemaligen „Schleichweg“ zu einer vielbefahrenen Verbindungsstraße. Dies und die immer wieder passierten Unfälle zeigen, dass – allen Gutachten zum Trotz – die Stadt hier Hausverstand bewiesen hat, indem sie auf eigene Faust Geld für die Schrankenanlage in die Hand nahm.