„Ich will“ für die Gemeinsamkeit. Nina Sorger über den Hochzeitsboom im Bezirk Eisenstadt.

Von Nina Sorger. Erstellt am 28. Dezember 2018 (04:38)

Jasagen ist in – zumindest wenn man sich die Anzahl der Hochzeiten im abgelaufenen Jahr ansieht: 568 Paare wagten 2018 den standesamtlichen Schritt ins Eheleben. In der Landeshauptstadt gab es gar ein Drittel mehr Hochzeiten als noch 2017. Liegt es etwa an dem magischen Datum – dem 18.8., von dem im heurigen Sommer alle schwärmten?

Immerhin steht die Zahl Acht in der chinesischen Numerologie für Harmonie und Vollkommenheit. Das dürfte aber nur ein nebensächlicher Grund für den Hochzeitsboom sein. Tatsächlich ist es so, dass Heiraten viel einfacher geworden ist: Man kann jetzt auch ohne Trauzeugen Ja sagen, oder man wählt sich statt des Trauungssaales im örtlichen Rathaus eine romantische Location aus – da sagt es sich gleich leichter „Ich will“.

Ein anderer Grund könnte aber auch sein, dass in Zeiten, wo sich viele Menschen verunsichert und einmal von Links, einmal von Rechts bedrängt fühlen, das Bedürfnis nach Gemeinschaft und Sicherheit wächst und man diesen Schritt in den Bund für‘s Leben bewusst setzt. Auf dass gemeinsam alles leichter zu meistern ist.