Eisenstadt

Erstellt am 22. August 2018, 05:00

von Nina Sorger

Initiative statt Schließung. Nina Sorger über das Aus des Grätzltreffs am Oberberg.

Es war ein ambitioniertes Projekt, als die Stadt Eisenstadt im Vorjahr den Grätzltreff am Oberberg eröffnete. Eine Chance zur Revitalisierung des zusehends verwaisten Stadtviertels rund um die Haydnkirche. Workshops und Veranstaltungen sollten den Raum und das Viertel zum Begegnungsort machen. Denn noch vor 40 Jahren war der Oberberg ein florierendes Grätzl mit zahlreichen Geschäften, Gasthäusern und sogar einem Kino. Jedoch: Den Grätzltreff ereilte dasselbe Schicksal wie so manches Geschäft in den vergangenen Jahren: Obwohl sich die Stadt und die Schüler des nahen Theresianums sich bemühten, den Raum mit Leben zu füllen, wurde das Angebot nur zögerlich angenommen. Nun ist Schluss mit dem Grätzltreff. Laut Stadt war das Projekt nur auf ein Jahr befristet. Allerdings: Das Schließen des Treffpunktes wird den Oberberg nicht wiederbeleben. Was es braucht, sind handfeste Initiativen, die auch bei Anrainern und Unternehmern noch massiver beworben werden, um den Oberberg zu einem Standort zu machen, an dem sich eine Investition oder Geschäftseröffnung lohnt.