Keine Geschenke zu erwarten. Martin Plattensteiner über die Ausgeglichenheit in der 2. Liga Nord.

Von Martin Plattensteiner. Erstellt am 12. Dezember 2018 (00:59)

In keiner Liga des Landes sind die Punkteabstände knapper. Herbstmeister SK Pama hat auf die Schlusslichter Illmitz und Frauenkirchen gerade mal 15 Punkte Vorsprung. Im Vergleich die Burgenlandliga: Draßburg hat auf Wimpassing einen Bonus von 28 Punkten. Zwar wurden dort zwei Runden mehr gespielt, aber auch nach Verlustpunkten ist die Dichte eindeutig höher in der 2. Liga. Theorie-Spielchen: Um die Rote Laterne loszuwerden und oben anzudocken, benötigt man also gerade einmal fünf Siege in Serie. Kann also jeder jeden schlagen?

Auf jeden Fall – keine Mannschaft konnte sich im Herbst entscheidend absetzen, (fast) keiner ist vor einem Abstiegsplatz sicher. Gerade deshalb setzen viele Vereinsfunktionäre auf Prinzipien. Erstens steht die Kontinuität im Vordergrund. In Illmitz vertraut man weiter auf Trainer Günther Wally, in Frauenkirchen setzt man auf Coach Jürgen Bruck. Wohlwissend, dass den Betreuerstab an der sportlichen Flaute die geringste Schuld trifft. Zweitens will man sich punktuell verstärken.

Nach der sportlichen Analyse war man sich beispielsweise in Frauenkirchen bewusst, dass das Offensiv-Manko gelöst werden muss. Mit Lukas Cambal ist auch schon ein Stürmer da. Ein dritter Faktor kommt dazu – und tut der Liga gut: Kein Team (auch nicht ab Platz sechs mit 20 Punkten) hat in der Rückrunde „unnötig“ etwas zu verschenken.