Kino: Ein Strang statt Schwarzer Peter

Nina Sorger über die Dispute zum Aus des Eisenstädter Kinoprojekts.

Nina Sorger
Nina Sorger Erstellt am 25. Juli 2018 | 04:35
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Zwei Jahre lebte in der Landeshauptstadt der Traum vom Kino. Zwei Jahre, in denen Euphorie, starke Abneigung, große Zweifel und das Zittern, dass das Wunder doch noch wahr wird, aufeinanderprallten.

Nun ist der Traum vom Kino ausgeträumt, und die Schuldzuweisungen beginnen. Jeder sieht im anderen den Grund für das Scheitern des Projektes.

Der Betreiber sagte ganz klar, dass er sich in den kommenden Jahren den Betrieb des Kinos nicht vom ständigen Widerstand der Anrainer beeinträchtigen lassen will. Jenen Anrainern, die aus der Zeitung von dem Projekt erfuhren. Der Bürgermeister sieht ebenfalls den Widerstand von Anrainern und politischer Opposition.

Die Opposition gibt die Schuld klar der Stadt und der Planung ohne Einbeziehung von Bürgern und Gemeinderat. Tatsache ist: Egal, wer nun das Kinoprojekt tatsächlich gekippt hat, das Ergebnis ist dasselbe. Es gibt kein Kino. Und nun sollten man sich nicht gegenseitig den Schwarzen Peter zuschieben, sondern an einem Strang ziehen und zum Wohl der Stadt an Lösungen arbeiten.