Klima-Streit um Silvester-Kracher. Über heiße Luft (voller CO2).

Von Markus Wagentristl. Erstellt am 08. Januar 2020 (04:41)

Wer Silvester im Ausland verbracht hat, kann sich zu Mitternacht eine Feststellung nicht verkneifen: Wir haben schon besonders schöne Silvester-Bräuche.

Der Walzer nach dem Glockenschlag, das Feuerwerk überm Schloss Esterházy und der Sekt ist bei uns halt auch besser als an den meisten anderen Orten.

Was bei uns leider schon so schlecht ist wie in Großstädten: die Silvester-Luft. Feinstaub-Werte sind bis 800-fach erhöht.

Die Knallerei sorgt bei Pferde-, Hunde- und Katzenbesitzern für Sorgenfalten, bei den Tieren selber mitunter für Stress-Koliken.

Doch was wäre die Alternative? Privat-Feuerwerke sind zwar rechtlich stark eingeschränkt worden, nur: Welcher wird das kontrollieren? Also ganz verbieten?

Viele Städte setzen statt Feuerwerk auf Laser-Shows. Diese sind aber selbst für Großstädte teuer. Für die kleinste Großstadt der Welt – laut BVZ-Auskünften – unverhältnismäßig hohe Kosten.

Generell: Wie so oft macht die Dosis das Gift. Zwei Feuerwerke im Jahr (Silvester und Oper) sind verkraftbar, die tausenden Privatfeuerwerke aber kaum noch.

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