Konsequenz sieht ganz anders aus. Über die neuen Corona-Maßnahmen auf den Amateur-Sportplätzen.

Von Martin Ivansich. Erstellt am 23. Oktober 2020 (01:45)

Nach den nächsten angekündigten Maßnahmen der Bundesregierung (ab Freitag kein Kantinenbetrieb mehr, fixe Sitzplätze ab 13 Zusehern, Tragen von Mund-Nasen-Schutz) gleich eines vorweg: Sportlich macht es Sinn weiterzuspielen. Kein Klub will ein weiteres Jahr ohne Auf- und Abstiegsentscheidungen – all das gehört zu einer Fußball-Meisterschaft im Amateur-Bereich. Aber nicht um jeden Preis – wenn gefühlt jede zweite Woche neue Maßnahmen hinzukommen. Keine Kantine? Das ist mehr als eine Watschn für die Klubs – Stichwort Vereinsleben und Budget. Was genau spricht dagegen, wenn sich Zuschauer am Sportplatz ein Getränk und eine Wurstsemmel für den Verzehr auf ihrem Platz im Freien holen und sich auch während der Mund-Nasen-Schutz-Zeit zumindest kurzfristig stärken können? Das wäre das Mindeste, dem organisatorischen Aufwand vieler kleiner Vereine so entgegenzukommen. Zum Amateurfußball gehört nämlich mehr dazu als nur Fußball zu spielen. Keinem Funktionäre ist es derzeit zu verdenken, wenn hier von Schikanen gesprochen wird. Niemand streitet ab, dass Schritte gegen die Pandemie nötig sind. Die sollten aber gut durchdacht und abgestimmt sein. Denn das aktuelle Paket lässt nur einen Schluss zu: Wer solche Maßnahmen setzt, hätte konsequenterweise Amateur-Fußballspiele einfach wieder verbieten müssen.