Kreativität für‘s Karitative. Über Spendenaktionen trotz Spendenverdrusses.

Von Nina Sorger. Erstellt am 15. Mai 2019 (04:48)

Eine besondere Form des Crowdfundings, ein sogenanntes „Kraut“-Funding ließ sich nun der Mattersburger Verein „2getthere“ für seine Spendenaktion im Eisenstädter Einkaufszentrum EZE einfallen. Gemeinsam mit Gastronom Peter Pichler wurden zugunsten benachteiligter Kinder in der Ukraine Krautfleisch und Krautfleckerl gekocht und gegen freie Spende angeboten. Die Aktion wurde von den Passanten bereitwillig angenommen und zeigt einmal mehr, dass in unserem Zeitalter der Reizüberflutung ein kleines Spendenkörberl längst nicht mehr reicht, um finanzielle Unterstützung für karitative Projekte zu lukrieren. Heutzutage muss es eine kreative Aktion mit einer auffälligen Kampagne, einem lustigen Namen und viel Action kombiniert werden. Und auch dann wird es immer schwieriger, Spenden aufzutun – wie man nun am Ende des Lifeballs in Wien sieht.
Umso mehr Respekt gebührt jenen, die sich trotzdem nach wie vor nicht unterkriegen lassen und sich immer neue Aktionen und Veranstaltungen einfallen lassen, um Bedürftigen hier und andernorts zu helfen.