Lokal-Öffnung: Da geht noch was. Über das Virus und unser Wesensmerkmal.

Von Markus Wagentristl. Erstellt am 21. Mai 2020 (05:18)

Das Eisenstädter Nachtleben hatte sich vor Corona so schön wiederbelebt. WeinSchwein, Hopfen & Söhne, Selektion oder das St. Martin’s Arms-Pub: Hier konnte es am Freitag und Samstag durchaus passieren, dass man keinen Platz mehr bekommt.

Unsere Restaurants konnten sich sowieso schon länger sehen lassen, in die Alm, ins Ohr oder Henrici strömten sogar die Wiener und Niederösterreicher. Natürlich können sich auch die Lokale im Bezirk mehr als sehen lassen:

Es tut der Eisenstädter Seele einerseits gut, die Restaurants und Bars wieder offen zu sehen. Dass am Eröffnungswochenende kaum eines mehr als zur Hälfte gefüllt war, tat aber weh.

Sicher, die Angst vor dem Virus ist noch nicht vorüber, Respekt vor einer zweiten Welle ist auch durchaus angebracht.

Aber: Eine Ansteckung riskieren wir im überfüllten Gartenbau-Center eher als im Restaurant.

Und: Was sind denn das für Prioritäten? Wir sind doch kein Land der Gartenzwerge, wir sind ein Land der Heurigen, des Weins, des Lachens, des gemütlichen Zusammenseins. Unser Wesen, das darf der Virus uns nicht nehmen!

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