Mitarbeit aller für gesunden Boden. Über die jüngst beschlossene Bodenschutzrichtlinie für Eisenstadt.

Von Nina Sorger. Erstellt am 27. März 2019 (04:48)

Eisenstadts Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung einige zukunftsweisende Beschlüsse gefasst. Neben einem Zubau zum Kleinhöfleiner Feuerwehrhaus wurde eine Bodenschutzrichtlinie beschlossen, die die Bebauung in der und um die Stadt regeln soll. In dem Vorschlag von Bürgermeister Thomas Steiner (ÖVP) finden sich Punkte wie „keine Neuwidmungen ohne STEP-Verfahren“ oder eine Förderung für bodenentsiegelnde Maßnahmen. Manch einem mag eine solche Richtlinie seltsam anmuten – werden doch gleichzeitig hunderte Siedlungswohnungen in Weingärten gebaut und Betriebsgebiete wie die „Hundsgrasäcker“ warten auf Firmen, die ihre Standorte dort hinstellen. Tatsächlich ist es aber, dass diese Flächen – wie viele andere im Stadtgebiet – bereits seit Jahrzehnten als Aufschließungsgebiete gewidmet sind. Die Richtlinie soll dazu dienen, dass nicht noch mehr kostbarer Boden verschwendet wird. Um sie wirklich umzusetzen, bedarf der Mitarbeit aller Fraktionen im Gemeinderat und der Gemeinde selbst – damit sie nicht im Sand verläuft wie schon so manche Aktion.