Mithelfen statt kritisieren

Erstellt am 04. April 2018 | 04:51
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Nina Sorger über Überfälle und die Kriminalstatistik.

„Der haut ihnen sauber die Kriminalstatistik zusammen“, war vergangene Woche nach dem zweiten Überfall auf ein und dasselbe Wettbüro innerhalb von nur sechs Tagen hinter vorgehaltener Hand zu hören. Tatsächlich: Kaum hat die Polizei ihre durchaus positive Kriminalstatistik veröffentlicht, passierten diese beiden Überfälle. Dabei sind die Zahlen durchaus bemerkenswert (siehe dazu die dieswöchige Eisenstädter BVZ-Printausgabe): Die Zahl der aufgeklärten Fälle stieg um fast sieben Prozent.

Mehr als die Hälfte der Fälle, mit denen sich die Polizei befasst, werden aufgeklärt. Sie macht das Burgenland damit nach wie vor zum sichersten Bundesland Österreichs. Die beiden Überfälle werfen die Kriminalstatistik nicht über den Haufen, denn dass sie passiert sind, dafür ist die Polizei nicht verantwortlich. Verantwortlich ist sie für kompetente Arbeit zur Aufklärung dieser Fälle, und dafür verdient sie nicht Häme, sondern Unterstützung. Denn immerhin ist die Bevölkerung durch Hinweise maßgeblich an der Kriminalstatistik beteiligt – und wird vielleicht dazu beitragen, dass auch die beiden Überfälle positiv in der Statistik vermerkt werden – dann, wenn sie geklärt sind.