Mörbisch: Ein Denkmal wackelt

Werner Müllner über die Aufgaben der neuen Mörbisch-Leitung.

Nina Sorger
Nina Sorger Erstellt am 07. Juni 2017 | 05:05
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Das Rauschen im Blätterwald ist vorbei wie ein Sommergewitter, das über’s Land zieht. Es kommt schnell, unerwartet und oft auch heftig. So war es auch, als vergangene Woche bekannt wurde, dass Gerald Pichowetz als Seefestspiele-Mörbisch-Intendant wieder Geschichte ist. Aber wie bei einem Sommergewitter ist auch dieser Wirbel wieder schnell vorbei und die Sonne strahlt, als wäre nichts gewesen. Ob es auch in Mörbisch wieder Sonnenschein gibt, wird sich zeigen.

Als Pichowetz‘ „Nachfolger“ wurde Peter Edelmann präsentiert ( wir berichteten, siehe hier und unten). Sicher eine aus künstlerischer Sicht richtige Entscheidung. Doch ist die Kunst alleine genug, um die mächtigen Ränge im Mörbisch wieder wochenlang zu füllen? Heute Fünfzigjährige fahren lieber zum dritten Mal zu den Rolling Stones als zum ersten Mal zur „Gräfin Mariza“.

Das Denkmal Mörbisch wackelt. Zeitgeist, übergroßes Angebot und auch Klatsch von der negativen Seite tun das Ihre dazu. Peter Edelmann, der neue Mann an der Spitze, wird alle Hände voll zu tun haben, um das Denkmal Mörbisch wieder auf seinem verdienten Sockel einzubetonieren.