Mut statt Schulterzucken. Über unsere innovativen Winzer.

Von Markus Kaiser. Erstellt am 10. Juni 2021 (04:15)

Jeder kennt das berühmte Zitat des britischen Naturforschers Charles Darwin vom „survival of the fittest“ (Burgenländisch: „Die Harten kommen durch“). Dieses Zitat ist aber eine Entstellung von dem, was Darwin eigentlich sagen wollte. Er kam zum Ergebnis, dass nicht der Starke überlebt, nicht der Schnellste oder der Schlauste. Sondern derjenige mit der größtmöglichen Fähigkeit, sich an den Wandel der Zeit anzupassen.

Wir haben uns jetzt in den letzten Jahrzehnten erst traurig, dann wütend und nun eher seufzend bis schulterzuckend damit abgefunden, dass das, was wir an unserer Heimat so lieben, vom Aussterben bedroht ist. Heurige, Wirte, Kulturvereine, unser Dorfleben.

Was die Krise uns aber jetzt gerade lehrt, ist, dass man mit Mut und Anpassungsfähigkeit diese Widrigkeiten nicht nur überstehen, sondern gestärkt aus ihnen herauskommen kann. Indem wir das, was wir gut können mit dem verbinden, was gebraucht wird.

Wein und Pensionen/Appartements etwa. Oder Sport (wie Yoga oder Radfahren und Wandern) und Wein. Jetzt liegt es an uns, das zu unterstützen. Es muss nicht immer eine Massenabsteige in einem Touristen-Ghetto am Bosporus sein. Klein, fein (mit Wein) ist genau so schön.