Noch so viel Potenzial

Über die Neuübernahme des Hotels Burgenland.

Erstellt am 03. Dezember 2020 | 03:45
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Oft braucht es einen Blick von Außen (etwa aus Wien), damit die Eisenstädter erkennen, welche Potenziale in ihrer Stadt schlummern. Gleichzeitig läuten aber auch zurecht die Alarmglocken, wenn das große Geld aus der großen Stadt daherkommt. Das Burgenland ist mit seiner Geschichte, Kultur und Mentalität ein einzigartiges Stück Mitteleuropa im alpinen Österreich – nicht jeder Investor versteht und schätzt das.

Die Landesregierung hatte daher mitgeboten mit dem Plan, das Hotel Burgenland zu übernehmen und zu einem Ausbildungsbetrieb für Jugendliche zu machen. Das wäre – natürlich je nach finanziellem Erfolg – ein für alle Seiten vorteiliges Vorhaben gewesen. Die 14 Millionen, die angeblich die Uniqa dafür wollte, waren aber ein zu hoher Preis.

Die neuen Investoren bieten aber auch eine Lösung, die viele Bewohner der sich ohnehin so rapide verändernden Stadt gerne hören: Es bleibt so, wie es ist. Dass dazu noch der Innenhof des ideal gelegenen Colmarplatzes aufgewertet werden soll, ist ein Paradebeispiel das überfällige Erkennen eines der schlummernden Potenziale der Landeshauptstadt.