Ohne Jugend keine Politik. Über die angeblich unpolitische Jugend.

Von Markus Kaiser. Erstellt am 28. August 2019 (05:30)

Im Burgenland machen die unter 20-Jährigen ein Fünftel der Bevölkerung aus, die Pensionisten etwas mehr als ein Viertel. Der Wähler-Anteil der Pensionisten ist noch größer: Während über 80 Prozent der Pensionisten bei der letzten Nationalratswahl ihre Stimme abgaben, waren es nur 60 Prozent der Jungen. Auch bei Gesprächsformaten wie „Doskozil fragt nach“ oder dem Burgenland-Besuch von Sebastian Kurz: Der Altersschnitt der Interessenten liegt gefährlich nah am Pensionsantrittsalter. Dabei sind die aktuellen Themen (Pflege ausgenommen) Jugend-Themen: Klimawandel, Bio-Wende, Mindestlohn und öffentlicher Verkehr betreffen den pensionierten Hofrat kaum noch, die junge Schülerin aber sehr wohl. Sicherlich hat die Eltern- und Großelterngeneration die Aufgabe, den jungen Menschen Politik so zu vermitteln, dass diese auch etwas damit anfangen können. Das ist nicht immer leicht (, aber notwendig. Junge Menschen dürfen sich aber auch nicht auf ihre Plattformen zurückziehen. „Fridays For Future“-Parolen werden nur dann gehört, wenn sie auch dem Opa beim Wirten und der Oma in der Kirche erklärt werden.