Pandemie treibt seltsame Blüten. Über Sinn und Unsinn von Social Distancing.

Von Markus Kaiser. Erstellt am 25. März 2021 (03:45)

Wenn man sich derzeit in Eisenstadt so umschaut, fragt man sich, ob Corona unsere kleine Welt zur Kenntlichkeit oder zur Unkenntlichkeit entstellt hat.

Da haben wir Lokale, um die uns sogar die Wiener beneiden (ein neues kommt nun dazu, siehe Seite 21), die auch die Infrastruktur hätten, um Gäste Corona-konform im Schanigarten zu verteilen. Die bleiben geschlossen, während man bei den samstäglichen Menschenmassen bei gewissen Handelsriesen schon vom Hinschauen Corona bekommt.

Und haben Sie das Interview mit der Pflegedirektorin auf Seite 15 gelesen? Da leisten die Pfleger im Eisenstädter Krankenhaus Übermenschliches auf den Covid-Stationen, aber kaum kommen sie nach Hause, werden sie von Familie und Freunden gemieden: Ansteckungsgefahr...

Aber dann wieder steht auf der FuZo fast schon jeden Freitag ein mehrfach verurteilter Nationalsozialist und verteilt ungehindert (und unmaskiert!) seine „Das Schwache muss sterben, damit das Starke leben kann“-Propaganda. Das kann in Pandemie-Zeiten einfach nicht von der Meinungsfreiheit gedeckt sein!

Was bleibt, ist die Hoffnung, dass diese bösen Geister mitsamt dem Virus verschwinden, wenn wir (endlich!) alle die Impfung dagegen bekommen haben.