Plattform, die weiterhin bleibt. Über die Bilanz der Fußballakademie Burgenland.

Von Martin Plattensteiner. Erstellt am 05. Dezember 2020 (01:23)

Als hätte die Corona-Pandemie nicht schon genug Probleme mit sich gebracht – die sommerliche Pleite des SV Mattersburg glich einem sportlichen Genickschuss. Dabei hat sich unsere Fußballakademie als Ausbildungsstätte gemausert, wurde zu einer Top-Adresse für viele Youngsters. Den Sprung via Burgenland und dazugehörigem Bundesligaklub in den Profisport zu schaffen, war längst möglich. Auch die Punkte und Platzierungen pass(t)en zunehmend. Die aktuelle U15 belegt das als Top-Drei-Team ihrer Altersstufe. Man profitiert immer mehr vom intensiven Scouting, der professionellen Betreuung und der akribischen Arbeit aller Betreuer.

Das Konstrukt wackelt aber mittlerweile. Speziell, weil für AKA-Absolventen mangels eines Aushängeschildes und Abnehmers die Fortsetzung in der burgenländischen Erwachsenen-Profi-Schiene auf Eis liegt. Die Gefahr der vorzeitigen Abwanderung ist groß – oder dass sich Talente gar nicht erst für den Standort Mattersburg entscheiden. Doch erstens werden auch weiter (zu) viele Youngsters ihre Chance auf einen begehrten Akademieplatz im Osten Österreichs suchen. Und zweitens hat sich die Fußballakademie Burgenland samt Infrastruktur einen ausgezeichneten Ruf erarbeitet. Diese Kombination kann die Basis bleiben, um dem Nachwuchs-Spitzensport auch bei uns weiterhin eine sportlich gute Plattform zu bieten.