Platz für Leben in der Innenstadt. Nina Sorger über die großen Bauvorhaben in der Eisenstädter Innenstadt.

Von Nina Sorger. Update am 11. Juli 2018 (15:12)

In der Eisenstädter Innenstadt sind diese Woche die Abrissbagger aufgefahren. So mancher erschrak am Montag angesichts der Trümmer der ehemaligen Möbeltischlerei Augusta. Traditionsreiche Häuser – bald auch die ehemalige Tischlerei Bauer in der Haydngasse – werden dem Erdboden gleichgemacht, um Platz für neue Wohn- und Bürogebäude zu machen. Manch einer wird sich über die „Verschandelung der historischen Innenstadt“ aufregen.

Doch diesem sei gesagt: Wären diese Bauten wirklich so historisch, dann dürften sie nicht so einfach abgerissen werden. Denn der Denkmalschutz hat ein mehr als wachsames Auge auf das Eisenstädter Stadtzentrum. Aber diese nun abrissfälligen Bauten standen seit Jahren, teilweise seit Jahrzehnten leer. Nun werden Büro- und Geschäftsflächen, Wohnungen und Parkraum geschaffen. Sie sollen Unternehmen und auch Bewohner zur Abwechslung einmal nicht in die Betriebsgebiete und Siedlungen am Stadtrand, sondern in die Innenstadt locken – und tragen in weiterer Folge zu deren Belebung bei. Und das wünschen sich letztendlich doch alle.