Politik der NichtKommunikation. Über das Schweigen und seine Folgen

Von Markus Wagentristl. Erstellt am 27. November 2019 (04:30)

Es gibt ein berühmtes Gemälde des Malers Francisco de Goya, das den fast noch berühmteren Titel trägt: „Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer“. Auf dem Bild ist Goya selbst zu sehen, eingeschlafen auf seinem Schreibtisch, heimgesucht von Nachtgestalten. „Wer schläft, verliert“, könnte die gut Burgenländische Übersetzung sein, sie ist nicht weit daneben.

Mit dem Miteinander-Reden funktioniert es genau so: Wenn nicht miteinander gesprochen wird, die Kommunikation, wie bei Goya „schläft“, entstehen unschöne Dinge.

Wie etwa die Sorgen der Großhöfleiner über einen Zentralbahnhof, oder der Siegendorfer, dass die A3-Verlängerung auch ohne Sanktus der Gemeinden kommt.

Das Tolle am Miteinander-Reden ist: Es verscheucht diese Ungeheuer. Wer die Gemeinde offen in Pläne oder auch nur Ideen einbindet (diese sind ja bei unserem kleinen Bundesland ohnehin sehr stark von EU/Bund bestimmt), dem danken es die Menschen. Politiker dieses Formates landen weit oben. Und nicht, wie in Goyas Bild, mit dem Kopf auf der Tischplatte.