Schadenfreude steht keinem gut. Über das folgende Aus des SV Eltendorf in der Burgenlandliga.

Von Patrick Bauer. Erstellt am 19. Juni 2020 (02:13)

Der SV Eltendorf bewegte spätestens seit dem Einstieg seines früheren Kickers und millionenschweren Mäzens Willi Goldschmidt als Präsident des Klubs im Jahr 2013 das burgenländische Amateur-Geschehen. Anfangs blickte nicht nur die umliegende Konkurrenz ganz genau hin, was im Jennersdorfer Bezirk passierte. Man galt als Krösus, der sich personell die Rosinen herauspickte, was speziell vor dem 2. Liga-Titel 2015 auch stimmte. Nach und nach veränderte sich das Kaderbild aber und ab 2017 war man quasi nur mehr ein „normaler“ Burgenlandligist. Dort wurde in der Spitze gut bezahlt, aber der Aufwand war ein anderer als noch zuvor. Jung, dynamisch, südburgenländisch wollte man sein und schaffte das vor allem in der letzten Saison, als man als Vierter den Süd-Gipfel erklomm. Ein Jahr später ist das Burgenlandliga-Aus besiegelt. Diesen Freitag entscheidet eine Mitgliederversammlung über die Zukunft – und wird wohl einen Zusammenschluss mit Heiligenkreuz bringen. Es fehlt an Spielern, es fehlt an Funktionären.

Was bleibt? Ein Verein, der polarisierte, sich langsam von seiner Basis entfernte und auf zu wenig Stützen aufgestellt war, um den Status, den man sich sportlich verdiente, nachhaltig zu festigen. So lässt das Schmunzeln, was nach SVE-Pleiten Mundwinkel umspielte, nun versteinerte Mienen zurück. Denn Spiele gegen Eltendorf werden fehlen, das ist sicher.