Sehr viel Substanz bleibt nicht übrig

Über die Möglichkeit, ab dem 15. Mai wieder dem vermeintlichen Alltag nachzugehen.

Erstellt am 30. April 2020 | 01:34
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Am Sonntag klärte Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler im ORF-Sport über die weitere Vorgehensweise in Zeiten der Corona-Krise auf. Nach Wochen, wo im Sportgeschehen praktisch nichts ging, lockerten sich zuletzt die Einschränkungen.

Beispiel Tennis, Beispiel Leichtathletik, wo zumindest mit Vorbehalten wieder gespielt werden darf. Nun folgte die Ankündigung, dass ab 15. Mai auch beim Amateurfußball wieder Mannschaftstrainings möglich seien. Mit zwei Metern Abstand zwar, aber immerhin. Was auf den ersten Blick wie ein Neubeginn erscheint, ist bei genauerer Betrachtung nur bedingt verheißungsvoll. In Zeiten wie diesen zumindest raus zu dürfen, ist ein erster Schritt. Natürlich kann man sich zwei Stunden die Bälle hin- und herpassen (und sich anfangs darüber freuen), aber ohne Körperkontakt zu trainieren, ist auf Dauer nicht zielführend und macht mittelfristig auch keinen Spaß mehr.

Zudem bleibt vor allem die allgemeine Ungewissheit, wann und ob 2020 überhaupt noch einmal bewerbsmäßig gekickt werden darf. Das ist die wichtigste aller Fragen. Geht heuer noch irgendwas? Und wenn ja: Wann? Solange das nicht klar ist, haben die Vereine keinerlei nachhaltige Einnahmequellen und nur den Aufwand des Pseudo-Trainingsbetriebs. Und somit bleibt von dieser nett gemeinten Maßnahme vorerst nicht sehr viel Substanz übrig.