Selten so auf eine Oper gefreut

Über die Oper und die Seefestspiele.

Erstellt am 15. Juli 2021 | 01:59

Es ist alles noch ein bisschen ungewohnt. Gibt man sich zur Begrüßung die hygienische Faust oder die freundschaftliche Hand? Peinlicherweise passierts ja nicht selten, dass das Gegenüber auch unentschlossen ist und dann schüttelt die Hand des einen die Faust des anderen.

Oder beim Eingang zu großen Veranstaltungen wie die Oper im Steinbruch St. Margarethen oder die Seefestspiele in Mörbisch: Fast reflexartig will man sich die Maske aufsetzen und fühlt sich irgendwie schuldig ohne.

Wobei: Im Eingangsbereich, wo alle dicht gedrängt stehen, wäre eine Maskenpflicht keine schlechte Idee gewesen, man kann nur hoffen das Virus – und vor allem seine Delta-Variante – verzeihen das den Veranstaltern.

Jedenfalls: Die West Side Story füllt die riesige Seebühne so richtig aus, der fernöstliche Palast Turandots passt wunderbar in den brutal-beeindruckenden Steinbruch. Beide Stücke bringen die Schönheit und Einzigartigkeit unserer burgenländischen Landschaft so richtig zur Geltung.

Und: Sich endlich wieder schön herrichten und unter die Leute gehen, das haben die geselligen Burgenländer sehnsüchtig vermisst. Da zahlen wir anscheinend sogar gern für Spritzer um 4,40 Euro.