Eisenstadt

Erstellt am 09. Mai 2018, 05:04

von Nina Sorger

Sicherheitsgefühl in Gesundheit. Nina Sorger über die Rolle der Akutordinationen.

184 Fälle hatte die neue Akutordination im Krankenhaus Eisenstadt im ersten Monat ihres Bestehens zu bewältigen. Das sind etwa sechs Fälle pro Tag. Allerdings wurden die Akutordinationen auch nicht geschaffen, um den ganzen Tag über scharenweise Patienten zu behandeln. Sie sollen vielmehr zu Tagesrandzeiten – Montag bis Freitag, von 17 bis 22 Uhr, also wenn niedergelassene Ärzte ihre Ordinationen großteils geschlossen haben – eine Anlaufstelle für allgemeinmedizinische Notfälle bieten. Dadurch sollen auch die Spitalsambulanzen entlastet werden.

Dass dieser Effekt erzielt werden konnte, sieht man daran, dass mehr als die Hälfte der Patienten (39 Prozent davon nach Behandlung) wieder nach Hause geschickt werden konnten. Rund ein Viertel wurde überwiesen, rund ein Fünftel im Spital aufgenommen. Grundsätzlich mögen die absoluten Zahlen der Bilanz nicht sonderlich spektakulär erscheinen. Doch allein das Wissen, dass es diese Akutordination gibt, vermittelt der Bevölkerung – so wie jede Streifenfahrt der Polizei– ein Stück subjektives Sicherheitsgefühl.