Sportlich fair fällt 2020 leider flach. Über die Schließung der Grenze zu Ungarn und den Einschnitt in die Meisterschaft.

Von Patrick Bauer. Erstellt am 03. September 2020 (01:45)

Es war klar, dass die Saison 20/21 ganz besonders werden würde. Die Corona-Pandemie erschwert unser Leben, auch im Fußball.

Positiv: Der Start klappte mit einigen wenigen Absagen relativ reibungslos. Dass es da und dort zu Verschiebungen kommen würde, war schon vorab klar. Dieser Umstand wird uns weiter verfolgen. Hinzu kamen aber weitere Hürden, etwa die Grenzschließungen in Kroatien oder zuletzt das Dichtmachen der Grenze von ungarischer Seite. Weil viele Klubs auf dortige Legionäre setzen (oder aufgrund Spielermangels setzen müssen), kamen zuletzt in der Fußballszene zahlreiche Fragen auf. Dürfen sie weiter trainieren und spielen?

Mittlerweile scheint klar, dass Legionäre unter gewissen Voraussetzungen (vor allem, wenn es sich bei den Fahrdistanzen um einen grenznahen Raum von jeweils 30 Kilometer handelt) zumindest gute Chancen haben, weiterhin hier zu kicken. Von unterschiedlicher Auslegung der Verordnung bis hin zu unterschiedlicher Handhabe der Beamten an der Grenze ist die Möglichkeitsform aber groß. Ein Einfluss auf die Meisterschaft könnte also gegeben sein. Wahrscheinlich werden Vereine belohnt, die auf Einheimische setzen – grundsätzlich sehr löblich, aber wegen unterschiedlicher Vorzeichen der Gemeinden oder Vereine eben nicht zwingend sportlich fair. Auch das ist leider 2020 Fakt.