Stadt, Land, Flucht. Über sozialen Zusammenhalt in der Jugend.

Von Markus Wagentristl. Erstellt am 26. Juni 2019 (05:02)

Viele Eltern haben früher ihre Kinder ins bekannte Ferienlager der Caritas Burgenland geschickt. Das fühlt sich vielleicht erst wie eine Verbannung an, für die Kinder war es dann aber doch immer die schönste Zeit!

Sicherlich keine einfache: Unter Burschen, da wird gerauft und getritten, aber sich nach einem Streit auch ausgeredet, herzhaft gelacht und gegen andere immer zusammengehalten. Hätten die Eltern gesehen, wie es da zugeht, viele hätten ihre Kids heimgeholt. Haben sie aber nicht, weil sie den Erziehern und ihren Kindern (Großteils) vertraut haben.

Heutzutage scheint das anders: Eltern würden ihre Kinder am liebsten mit dem SUV direkt in die Schule hineinführen, der Pool und das Fußballtor stehen im Garten, dieser wird nicht verlassen. Soziale Interaktion mit sozialen Schichten jenseits der eigenen? Gleich null. „Helicopter Parenting“ nennen die Amerikaner das. Das hat etwas mit der Abgehobenheit des besagten Helikopters zutun.

Bitte lassen Sie Ihr Kind auch einmal ein aufgeschundenes aber glückliches Kind sein und schicken es zu den Ferien-Aktionen, die wir auf Seite 19 vorsellen. Es wird Ihnen (später) danken.