Stadtfest: Bitte mehr davon!. Über das totgesagte Nachtleben in Eisenstadt.

Von Markus Wagentristl. Erstellt am 11. Juni 2019 (18:00)

„Wenn du es baust, werden sie kommen“, flüstert Kevin Costner in „Feld der Träume“ eine Stimme zu. Er stampft dann ein Baseball-Stadion aus dem Ackerboden, die Leute lachen, aber sie kommen.

In Eisenstadt reicht’s, wenn es Sonne, Musik und Spritzer gibt. Das liegt sicherlich an der Genügsamkeit der pannonischen Seele. Aber schon auch am erhöhten Party-Bedarf in der Haydn-Stadt.

Feste fallen hier zwar genug. Selbst Staatsopern-Direktor Dominique Meyer hat im BVZ-Interview die hohe Dichte von Klassik-Events in unserer kleinen Landeshauptstadt gelobt.

Der Erfolg der Iron City Stage am Stadtfest zeigt aber deutlich, dass es noch ein anderes Publikum gäbe. Eines, das im Vergleich zu Klassik-Besuchern weniger Geld und Prestige bringt, das aber doch zu uns gehört: die Jugend.

Wir haben nur eine davon und sollten sie nicht mangels jugendkultureller Angebote nach Wien vertreiben. Sie könnten ja vielleicht nicht wieder zurück kommen. Und wer feiert dann in Zukunft die Haydn-Jahre?