Unternehmerisch ungewiss. Nina Sorger über das Bauprojekt im Hafen von Fertörákos.

Von Nina Sorger. Erstellt am 20. Februar 2019 (04:55)

Der Bauboom am Neusiedler See beschränkt sich nicht nur auf dessen österreichische Seite. Das ungarische Fertörákos liegt nur elf Kilometer von seiner österreichischen Nachbargemeinde Mörbisch entfernt, und dennoch bekommt man hierzulande kaum mit, dass dort ein Riesenprojekt entstehen soll.

Für umgerechnet 95 Millionen Euro soll ein neuer Yachthafen samt Seebad entstehen. Erste Arbeiten haben bereits begonnen. Dass man hier kaum etwas über das Projekt weiß, liegt daran, dass die ungarischen Behörden mit Informationen dazu äußerst sparsam sind – auch den österreichischen Anrainern gegenüber, die mit Schiffen den Hafen anfahren oder hier das „Haus im See“ betreiben.

Ob sie in dem umfassenden Konzept des neuen Yachthafens auch einen Platz haben, hat man ihnen bis dato nicht gesagt, auch wenn sie sich zuversichtlich geben. Die Standorte in Ungarn haben das Geschäft der Burgenländer bereichert und auch den Horizont österreichischer Gäste erweitert. Daher wäre es schade, wenn diese grenzüberschreitenden Aktivitäten dem Megaprojekt weichen müssten.