Vom Liken zum realen Mögen. Werner Müllner über den Auftakt zur Gemeinderatswahl.

Von Nina Sorger. Erstellt am 29. März 2017 (05:57)

Es ist so weit: Am 1. Oktober werden die neue Zusammensetzung des Gemeinderats sowie die neuen Bürgermeister gewählt. Und damit es eben nicht wirklich viel Neues gibt – jede Partei möchte zumindest so stark bleiben, wie sie ist – schlagen die ersten Politiker Haken, wie der Osterhase, wenn der Jäger mit Schrot hinter ihm her ist.

Für jene, die nicht den ganzen Tag Zeit haben, in den sozialen Medien die Aktivitäten der Politiker zu verfolgen: Noch nie zuvor war die Flurreinigung so wichtig wie heuer, hunderte Fotos von papierlklaubenden Politikern sind zu sehen. Dutzende Politiker beugen sich über wuchernde Grasbüschel oder Straßenlöcher und prangern ihren Kummer darüber weltweit an. Je nach politischer Farbe postet einer, was in der Gemeinde fehlt, und kaum ist dazu der letzte Buchstabe getippt, kündigt die andere Partei schon an: „Na dann bau’n wir‘s halt!“

All den Parteistrategen sei‘s ins Poesiealbum geschrieben: Nicht die Anzahl der meisten Likes in Facebook wird den nächsten Bürgermeister bestimmen, sondern die Menschen werden sich jenen aussuchen, auf den sie in der realen Welt ihre Hoffnungen setzen.