Wahrzeichen für die Zukunft. Nina Sorger über die alte Seidenbandfabrik und die Pläne für die Zukunft.

Von Nina Sorger. Erstellt am 04. Juli 2018 (03:28)

Wenn eine Ära zu Ende geht, dann soll es mit einem Knall geschehen. Das dachte man sich in Hornstein und feierte die Sprengung des Schornsteins der ehemaligen Seidenbandfabrik. Die Fabrik bot einst über 100 Menschen einen Arbeitsplatz. Sie begründete vor über 100 Jahren das Wirtschaftswachstum der Gemeinde und wurde zum Wahrzeichen. Manche Kritiker mögen sagen, dass durch die Sprengung ein Stück Geschichte zerstört wurde, das man sicher noch irgendeinem Zweck zuführen hätte können.

Fakt ist, dass der Erhalt solch historischer Bauten – wenn man nicht will, dass sie zur Gefahrenquelle werden – ungemein kostenintensiv ist und kaum Einnahmen bringt. Die alte Seidenbandfabrik macht hingegen Platz für ein groß angelegtes Bauprojekt, das Starterwohnungen, ein Pflegeheim und ein Gesundheitszentrum beinhalten soll. Wird dieses Projekt in seinem vollen Ausmaß umgesetzt, dann ist die alte Seidenbandfabrik – im übertragenen Sinne – zu ihrem ursprünglichen Zweck zurückgekehrt: Denn so sie einst Arbeitsplätze bot, macht sie nun Platz für die Arbeitsplätze der Zukunft.