Was sich wirklich auszahlen würde. Über den Förderstreit um die FH.

Von Markus Wagentristl. Erstellt am 25. Juni 2020 (03:45)

Hinter dem aktuellen Förderstreit kann man natürlich verborgene parteipolitische Gründe suchen und wohl auch finden. Wer aber Lösungen sucht, wird, wie so oft, in der Geschichte fündig.

Um die Jahrtausendwende saß die FH noch in wesentlich kleinerer Ausführung in der Haydn-Gasse, hatte ambitionierte Ausbaupläne, aber keinen Platz. Davon hatte der damalige Bürgermeister Alois Schwarz noch genug. Der wollte angeblich damals – eh verständlich – nicht noch mehr Autos in der Innenstadt und bot der FH den Grund am Stadtrand an. Die FH stimmte zu, der preisgekrönten Campus war ein fescher Ersatz für die verlorene Zentrumsnähe.

Jetzt kommen 5.000 Studenten aus ganz Österreich nach Eisenstadt. Ein enormes ökonomisches Potenzial, auf dessen Schaffung FH-Chef Georg Pehm zurecht stolz ist. Die Wertschöpfung für die Stadt bleibt aus geografischen Gründen geringer: Viele Studenten sehen Autobahn, „Mäci“ und fahren wieder. Bürgermeister Thomas Steiner sieht von den Studenten primär die Förder-Kosten.

Eine lebendige Stadt braucht junge Menschen im Herzen, nicht am Rockzipfl. Dort könnte man den Studis statt Autos ja Öffis oder Räder bieten, dann hätten die es auch schwerer ihre Wertschöpfung wegzuführen.