Weihnachten beginnt jetzt. Werner Müllner über das neue Obdachlosenquartier in Eisenstadt.

Von Nina Sorger. Erstellt am 29. Dezember 2017 (05:39)

Man sieht sie nicht, die Obdachlosen des Burgenlandes sind unsichtbar. Dafür gibt es zwei Gründe. Aufgrund der „besseren Infrastruktur“ wandern viele in Not geratene nach Wien oder Graz ab. Andererseits ist in unserer Region die Scham darüber obdachlos zu sein ungemein größer als etwa in Wien. Menschen, die auf Bänken campen und in Parks schlafen sieht man in unseren Breiten nicht. „Unsere“ Obdachlosen verstecken sich in leeren Häusern, in Baustellen oder in den Wäldern.

Viele Jahre wurden diese Obdachlosen von den offiziellen Stellen mehr oder weniger verschwiegen. Wenige Tage vor Weihnachten präsentieren nun Landesrat Norbert Darabos und Caritas Direktorin Edith Pinter ein Projekt, bei dem den Obdachlosen nicht nur Unterkunft, sondern auch Hilfe um wieder auf die Beine zu kommen, quasi umsonst angeboten wird ( wir hatten berichtet ).

Ein schönes Projekt, das sehr an das Thema Herbergssuche aus der Weihnachtsgeschichte erinnert. Und jene Männer und Frauen, die demnächst in dem Quartier ein zuhause finden, werden sich auch im Jänner vorkommen als wäre gerade Weihnachten.