Wenn die Idylle einmal endet. Nina Sorger über das Ende des Pachtvertrages über den Mobilheimplatz Breitenbrunn.

Von Nina Sorger. Erstellt am 19. Dezember 2018 (05:14)

Am 31. Dezember muss die Gemeinde Breitenbrunn das Seebad und den Mobilheimplatz an die Esterházy Stiftung zurückgeben. Nur Mobilheime, die allen Gesetzesvorschriften entsprechen, erhalten einen neuen Pachtvertrag. Doch als viele davon gebaut wurden, fragte niemand nach Vorschriften, später wurde nicht kontrolliert.

Ihre Besitzer fühlten sich als Könige ihres Freizeitreichs, niemand rechnete damit, dass die Idylle – oder der Pachtvertrag – je enden könnte. Die Camper bauten sich ihre Welt, wie sie ihnen gefällt, vorgeschriebene Abstände schrumpften ins Unvorschriftsmäßige.

Doch nun mussten viele Ausbauten rückgebaut und längst überfällige Gutachten erbracht werden. Manche Mobilheimbesitzer befürchten die Räumung. „Selber schuld, die Wiener...“, mögen sich manche Einheimische wohl denken. Allerdings: Die Gemeinde und die Seebadverwaltung machten es sich einfach, kontrollierten jahrelang die Einhaltung der Vorschriften nicht und ließen die brav zahlenden Camper in ihrem guten Glauben. Eine gute Werbung für neue Zweitwohnsitzer ist dies sicher nicht.