Wo das Radar voll versagte…

Werner Müllner über die Entscheidung wegen der Bürgermeisterpartei.

Nina Sorger
Nina Sorger Erstellt am 04. Oktober 2017 | 05:36
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Die Wahl ist vorbei, der damit verbundene Kampf auch. Und wie ist es ausgegangen? Nimmt man die Mandate, dann quasi unentschieden: Die SPÖ hat im Bezirk 236 Mandate, die ÖVP 231. Die SPÖ hat gegenüber 2012 sechs Mandate verloren, die ÖVP 18 gewonnen. Bei den Stimmen und Prozenten ist es umgekehrt. Da liegt die ÖVP mit 45,7% vor der SPÖ mit 42,9 %.

Wer nun die Bürgermeisterpartei im Bezirk ist, wird sich erst am 29. Oktober bei den Stichwahlen in Großhöflein, Steinbrunn, Mörbisch und Wimpassing zeigen. Derzeit führt die ÖVP mit elf Bürgermeistern, die SPÖ steht bei zehn.

Bei den Stichwahlen ist die SPÖ unter Zugzwang. Die Sozialdemokraten wollen Steinbrunn, Großhöflein und natürlich auch Mörbisch verteidigen. Die ÖVP rittert nur in Wimpassing um ihren Bürgermeister.

Nachdem für die SPÖ schon die ehemalige SPÖ-Hochburg Hornstein verloren, ging, gab‘s noch den Mörbisch-Schock. Dass dort der Bürgermeister wackelt, hatten die Politstrategen nach ihren Worten „…überhaupt nicht am Radar“. Die ÖVP spielte in der Seegemeinde bisher eine unbedeutende Rolle und nun fehlten dem schwarzen Shooting-Star gerade mal ein paar Stimmen, um Bürgermeister in Mörbisch zu werden.

Um einen anderen See geht es in Steinbrunn. Dort bringt die See-Liste die Gemeindestube durcheinander. In der Heimatgemeinde von Landesrätin Astrid Eisenkopf (SP) gibt es vor der Stichwahl mehr oder weniger eine Pattstellung zwischen ÖVP und SPÖ. Das Zünglein an der Waage werden die 8,9 % der See-Liste sein. Also: In vier Gemeinden geht der Wahlkampf weiter. In den anderen darf schon an der Umsetzung der Wahlversprechen gearbeitet werden.