Wo ist die „rote Linie“?. Über die Diskussion um Abschiebungen.

Von Markus Wagentristl. Erstellt am 04. Februar 2021 (04:56)

Abschiebungen sind ein absolutes Reizthema, das die Gefühle hochgehen lässt. Für die einen kann gar nicht genug abgeschoben werden, für die anderen müsse jeder Mensch ein Bleiberecht in Österreich bekommen. Wenn man aber zwischen die beiden Extrempositionen schaut, wird man gleich erkennen: Da fehlt etwas!

Sie werden sich sicher noch erinnern können: Anfang des Jahres berichteten wir über drei Iraker, die ein Loch in die Mauer der Justizanstalt Eisenstadt schlugen. Alle drei waren mehrfach wegen Gewaltdelikten vorbestraft. Es gibt eben Menschen, die wollen offensichtlich nicht hier sein. Ihre aufgestauten Aggressionen richten sie gegen Objekte und Subjekte unserer Republik.

Genau hier müsste die „rote Linie“ sein. Wer diese Linie überschreitet, muss gehen. Doch genau diese Linie fehlt.

Die drei Verbrecher können in einem Land, dessen Grundregeln sie ablehnen, bleiben. Ein kleines Mädchen (eine Europäerin wie Sie und ich!) muss Wien, ein allseits beliebter und fleißiger Schüler Eisenstadt verlassen.

Es braucht diese „rote Linie“! Schon allein um die beiden zerstrittenen Lager in Österreich am Tisch der Vernunft zu vereinen.