Wohnbau braucht Plan und Regeln

Über den neuen – und besseren – Baustil auf den Kirchäckern.

Erstellt am 09. September 2021 | 03:20

Städtischer Wohnbau ist ein komplexes Thema. Aber es gibt einfach Dinge, die gehen, und andere, die gehen eben nicht. Klingt kompliziert? Dann stellen Sie sich bitte einmal auf die Bischof Laszlo Straße in Eisenstadt mit dem Rücken zur Stadt und schauen nach rechts. Was Sie dort sehen, geht eigentlich nicht. Ein graues Monster neben dem anderen, Bewohner ziehen ein und aus, haben untertags die Fenster zu, damit der Nachbar nicht reinschaut (oder -greift). Man wohnt hier, ist aber kein Eisenstädter. Von diesem Zuzug hat die Gemeinde nicht profitiert, eher im Gegenteil: Der Verkehr ist mehr geworden, die Grünfläche (viel) weniger, die regionalen Anbieter profitieren mäßig, die Konzerne, die eh schon mehr als genug haben, umso mehr.

Schaut man dann nach links, sieht man Dinge, die gehen. Ja, auch hier wurde Boden versiegelt, dafür entsteht aber auch ein kleiner Park und eine Allee. Dort stehen auch Wohnblöcke, aber die werden begrünt und stehen vereinzelt da. Geparkt wird unterirdisch. Alle profitieren. Und das sollte die Politik in ein Regelwerk gießen. Vielleicht findet sich dann auch noch eine Lösung für die letzte Baustelle: Den Verkehr, dem die zwei Zufahrten in Stoßzeiten wohl nicht gewachsen sein wird.