Wrestling im Gemeinderat. Werner Müllner über das Jahr der Umsetzungen in den Gemeinden.

Von Nina Sorger. Erstellt am 04. Januar 2017 (05:36)

Im Vorjahr wurden zahlreiche Entscheidungen für das heurige Jahr in den Gemeindestuben gefällt. Allein in der Landeshauptstadt wurden im vergangenen Monat Beschlüsse für das Kino, die Überdachung des Eislaufplatzes, eine Leichtathletikanlage und auch Förderungen für eine Tennishalle „durchgepeitscht“. In den anderen Gemeinden sind Straßenprojekte, Schulsanierungen und vieles, vieles mehr geplant.

All diese Projekte fallen nicht zufällig ins Jahr 2017, sondern ganz bewusst in jenes Jahr, in dem ein neuer Gemeinderat und neue Bürgermeister gewählt werden.

Die Politiker werden sich einen Wettkampf im Spaten-Stechen, Band-Durchschneiden und Pläne-Präsentieren liefern. Wenn die eine Partei „so“ sagt, werden die anderen „so nicht“ sagen.

Die Bürger werden sich Schaukämpfe mit gespielter Brutalität wie in den amerikanischen Wrestlingshows anschauen. Und wer gewinnt diese Shows meistens? Der Publikumsliebling. So ähnlich wird es auch in den Gemeinden sein: Viele Bürger sind mit der Arbeit ihrer Bürgermeister zufrieden und werden sie deshalb in die Verlängerung schicken.