Zukunft kommt auf zwei Rädern

Über den Ausbau des Radnetzes.

Erstellt am 23. September 2021 | 03:10

84.000 Burgenländer – also fast jeder dritte – fahren regelmäßig mit dem Rad, das sind um 25 Prozent mehr als noch im Jahr 2007. In unserer Großeltern-Generation machten Rad- und Zugfahrer noch die Mehrheit aus, ein Auto konnte sich im Burgenland kaum jemand leisten. Bis heute sieht man die dreiziffrigen Wunschkennzeichen, die einst als reguläres Kennzeichen den Fußgängern symbolisierten, „dass man jemand sei“.

So war das in der damaligen Verzichtsgesellschaft. In unserer Überflussgesellschaft hat sich das natürlich gedreht: Wer etwas auf sich hält, geht laufen oder fährt mit dem Rad.

Dass dieses Rad von einem Sportgerät wieder zu einem Fortbewegungsmittel wird – und damit sozusagen zurück in die Zukunft reist – ist nun der ambitionierte Plan der Landesregierung. 25 Millionen Euro sollen dafür ausgegeben werden.

Das ist ein gutes Geschäft für das Land: Es erhält im Gegenzug touristische Wertschöpfung, gesündere und weniger gestresste Bürger und spart sich etwas bei den Instandhaltungskosten. Ein Radweg kostet immerhin deutlich weniger als eine Autostraße.

Ein gutes Geschäft für alle Seiten also, gerne mehr davon!