Zwei sind zu wenig. Über das Duopol Spar/Rewe.

Von Markus Wagentristl. Erstellt am 22. April 2021 (03:45)

Dass einem kleinen Bauern, der einmal einen modernen Weg einschlägt und damit die Bedürfnisse moderner Kunden abdeckt, juristische Steine in den Weg gelegt werden – das sei typisch österreichisch im schlechtesten Sinne, waren sich die Kunden einig.

Dass hier anscheinend weder Land noch Bund noch Kammern helfen konnten (oder wollten, wie der BVZ hinter vorgehaltener Hand nicht wenige sagten), ist genauso „typisch österreichisch“, wie die Macht des Spar- und Rewe-Konzerns am Lebensmittelmarkt. Nirgendwo sonst in Europa teilen sich so wenige Großkonzerne den Markt auf, wie in Österreich. Dieses „Duopol“ verschuldet die größte Supermarkt-Dichte in Europa. Das bedeutet nur auf den ersten Blick Kundenservice (mit dem Auto muss man zumeist trotzdem hinfahren), auf den zweiten Blick aber einen Rekord an zubetonierten Grünflächen. Kooperation mit heimischen Bauern? Die Nadel im Import-Heuhaufen.

Ja, im Vergleich zu Spar/Rewe sind alle „kleine Fische“, wie es der Hansagfood-Besitzer formuliert. Aber, wenn die kleinen Fische auf einmal zusammenzuhalten beginnen, bekommt auch mal ein Haifisch Angst.

Also: Halten wir zusammen, gehen wir weiter „zum Hansag“!