Optimismus und Gemeinschaft. Nina Sorger über Großzügigkeit, die weitergeht.

Von Nina Sorger. Erstellt am 28. Dezember 2016 (05:57)

Das Jahr neigt sich dem Ende zu, und noch jetzt dürfen sich viele, denen es nicht so gut geht, über einen angenehmen und vor allem nützlichen Nebeneffekt der Zeit rund um Weihnachten freuen: die bereits sprichwörtliche Spendenfreudigkeit der Österreicher. Sammelaktionen, Punschstände und Konzerte wurden für die gute Sache veranstaltet, Hilfsorganisationen und Freiwilligenvereine wurden mit Spendenschecks bedacht. In Eisenstadt gab’s Geschenke für Kinder aus finanziell schwierigen Verhältnissen und Einkaufsgutscheine für Bedürftige.

„Es ist ein beruhigender Gedanke, dass Menschen in Zeiten, wo Laster in Adventmärkte fahren, wo die Angst, aber auch der Hass gegen „das Andere“ wächst, trotzdem an andere denken. Dass sie negative Gefühle zugunsten der Nächstenliebe hintanstellen und lieber etwas hergeben, als zu fürchten, dass ihnen etwas weggenommen wird. Es bleibt zu hoffen, dass diese Einstellung nicht nur ein Spezifikum der stillen Zeit – „Wenn des Joah langsam oid wird“ – ist. Denn auch im neuen Jahr können Optimismus, ein positives Lebensgefühl und Gemeinschaftssinn nicht schaden.