Abhängigkeit im Abstiegskampf. Martin Wallentich über die Abstiegssorgen im Unterhaus des Nordens.

Von Martin Wallentich. Erstellt am 23. Mai 2018 (01:50)

Je näher das Saisonende der BVZ Burgenlandliga rückt, desto fester drückt die Region die Daumen für die nordburgenländischen Vertreter in der höchsten Liga des Landes. Dass der Grund dafür neben Verbundenheit auch oftmals Eigennutz ist, wird in dieser Saison besonders deutlich. Durch das 1:0 von Neuberg bei Kohfidisch sowie das 2:2 zwischen Klingenbach und Parndorf II belegen nun beide Nord-Teams die Abstiegsränge.

Das hätte etwa auch für die 2. Liga und die 1. Klasse verheerende Folgen; die Zahl der Absteiger würde jeweils auf drei Mannschaften anwachsen, dann müsste auch der Zwölfte runter. Somit plagen sich nahezu die halben Ligen noch mit Abstiegssorgen. In der 2. Liga könnte es bei dieser Konstellation sogar noch – theoretisch – den Siebenten Winden und in der 1. Klasse den Siebenten Nickelsdorf erwischen. Folglich droht der Abstiegskampf diesmal zum kollektiven Krimi am letzten Spieltag zu werden – und das in Kombination mit dem Aufstiegsrennen, wodurch eine Vielzahl an finalen Entscheidungen ansteht. Neben der Unberechenbarkeit der Konkurrenz sind die Mannschaften zusätzlich noch von den Ergebnissen zwei Etagen höher abhängig.

In diesem Sog gilt es bei den abstiegsbedrohten Klubs nun, besonders kühlen Kopf zu bewahren. Schließlich haben es die meisten Teams noch selbst in der Hand, Schleudersitze zu vermeiden. Das ist der Vorteil am fetten Abstiegs-Wirbel. Man ist nicht alleine.