Änderungen: nur „zart“ erkennbar. Über die adaptierten Fußball-Regeln, die seit Sommer in Kraft sind.

Von Dietmar Heger. Erstellt am 16. Oktober 2019 (01:00)

Im Sommer 2019 führte das International Football Association Board (IFAB) elf neue Regeln im Profi- und Amateurbereich ein, die den Fußball „noch attraktiver und fairer“ machen sollten. Viele Coaches und Funktionäre zeigten sich im Vorfeld wenig beeindruckt. Elf Runden im Fußball-Unterhaus später steht fest: Sie sollten Recht behalten haben. Viel hat sich am Spiel nicht geändert.

Einerseits liegt es an den Trainern und den Teams. Stichwort Abstoß neu (Ballannahme schon innerhalb des Strafraums möglich). Während im Profifußball oft vom taktischen Mittel der Spieleröffnung mit Verteidigern im Strafraum Gebrauch gemacht wird, hält sich der Trend zum Überzahlschaffen vor dem eigenen Tor bei den Amateuren in Grenzen.

Andererseits liegt es auch an den Referees, wenn da und dort noch vergessen wird, dass der Spieler beim Wechsel auf dem schnellsten Weg den Platz verlassen muss. Auch das rasche Abspielen von Freistößen wird oftmals noch unterbunden. Die wichtigste Änderung betraf aber die Vereinfachung der Handspielregel. Jedes Handspiel im Strafraum sollte mit Elfmeter bestraft werden, egal ob Absicht oder nicht. Der Haken: Nach wie vor müssen die Referees ohne technische Hilfsmittel agieren und hier in Sekunden entscheiden. Die Folge sind weiterhin Tatsachenentscheidungen. Und die können eben nicht immer richtig sein.