Am richtigen Weg gehört zu werden. Über die notwendige Sport-Lobby, deren oberster Vertreter so lästig wie nötig ist.

Von Bernhard Fenz. Erstellt am 06. März 2021 (01:33)

Seit November 2019 ist Hans Niessl neuer Chef von Sport Austria, dem organisierten Sport in Österreich. In der Covid-Pandemie nimmt der 69-Jährige eine entscheidende Vertretungsrolle ein für alles, was sich organisierterweise sportlich bewegen möchte. Burgenlands Alt-Landeshauptmann, der bereits sein ganzes Leben stark mit dem Sport in Verbindung steht, ist bestens vernetzt und als Lobbyist für die Sache unterwegs.

Auf bundesweiter Ebene knüpft er somit an seine Funktion als rot-goldener Sportreferent an, die er bis zum Ende seiner Landeshauptmann-Ära im Februar 2019 innehatte. Regelmäßig gibt es in Zeiten des Lockdowns Ansätze und Vorschläge, wie der Sport eine vernünftige Nutzungs-Position im Covid-19-Zeitalter einnehmen könne. So steht auch ein Stufenplan-Vorschlag zur Verfügung, wie der organisierte Sport sukzessive und unter Einhaltung der Sicherheitsmaßnahmen geöffnet werden könnte. Klar ist: Nicht alles, was Hans Niessl fordert, wird von der Regierung angenommen werden.

Im Spannungsfeld einer Pandemie stehen sich oft auch Interessenskonflikte gegenüber. Klar ist auch, dass er und seine Berater nicht unfehlbar sind. Niessl hat es aber jedenfalls geschafft, unermüdlich für die Sache einzutreten, Argumente vorzubringen und sich Gehör zu verschaffen. Das mag für alle jene, die mit der Materie nichts am Hut haben, lästig wirken. Für den Sport ist es aber Goldes wert.