Corona sorgt für Triathlon-Boom

Über sportliche Gewinner und Verlierer der Corona-Pandemie.

Peter Wagentristl
Peter Wagentristl Erstellt am 12. August 2021 | 00:58

Hobby- und Amateursportler hatten es während der Lockdowns nicht leicht. Während im Spitzensport weiter geschwitzt wurde, war für Freizeit-Athleten kaum etwas anderes als Laufen und Radfahren möglich. Auch beim Schwimmen waren die pandemischen Hürden — zumindest an den Seen — eher leicht überwindbar. Das führte unterm Strich zu einem Boom im Triathlon, der sich nun auch in den Teilnehmerzahlen bei Events wie dem Austria Triathlon niederschlägt.

Im Gegensatz zum Kampfsport und allen anderen Kontaktsportarten sind niederschwellig verfügbare Bewegungsmöglichkeiten in der Pandemie immer wichtiger geworden. Das ist für den Breitensport und die Gesundheit der Bevölkerung zweifelsohne eine erfreuliche Entwicklung. Wenn sich das steigende Interesse auch in steigenden Teilnehmerzahlen messen lässt, ist das allerdings auch ein gutes Zeichen für den Spitzensport.

Aber auch die negativen Auswirkungen der Pandemie spüren die Vereine deutlich: Zwei Jahrgänge sind gänzlich um den Einstieg in den Nachwuchssport umgefallen. Wenn Hänschen nicht mit dem Fußballspielen anfängt, wird es Hans auch nicht mehr nachholen — frei nach einer Bauernweisheit. Und fehlender Nachwuchs ist nicht nur schade, sondern sogar existenzgefährdend.